Welches ist das richtige Zelt für Dich?

Gerne möchten wir Dir helfen das richtige Modell für Deine Anforderung zu finden. Hierfür sind viele Faktoren wichtig. Die ersten Fragen, die Du Dir beantworten sollest sind:

Für wie viele Personen suchst Du ein Zelt? 


Die Trekking-Zelthersteller haben sich auf ein Normmaß von ca. 55 cm Liegebreite pro Person geeinigt. Genügt Dir dies oder willst Du mehr Platz im Zelt? Ein Drei-Personenzelt bietet für zwei Personen natürlich wesentlich mehr Raum, sofern Dich das Gewicht und das größere Packmaß nicht stören.

Wie bist Du mit dem Zelt unterwegs?

Solltest Du mit dem Auto reisen, spielen Packmaß und Gewicht eine geringe Rolle. Sobald Du das Zelt auf dem Rücken trägst oder es mit dem Kanu, Fahrrad oder Motorrad transportiert, werden diese beiden Kriterien wesentlich wichtiger. Motorradfahrer brauchen für Kombi, Stiefel und Koffer oft einen größeren Stauraum wie jemand, der zu Fuß unterwegs ist. Im Schnitt wird ein Leichtzelt bei 1-2 kg pro Person liegen. 


Wo sind Deine Reiseziele?

Je nach Klima und Reiseziel gibt es Zeltkonstruktionen, die sich besser eignen wie andere. In Schlechtwettergebieten bleiben Zelte mit außenliegendem Gestänge bei Aufbau im Regen innen trocken. Zelte mit zwei gegenüberliegenden Eingängen können bei warmem Wetter besser durchlüftet werden. In Gebieten mit meist schönem Wetter ist ein Kuppelzelt in der Regel ausreichend. Oft genügt bei warmen Nächten nur das Innenzelt. Kuppelzelte sind meistens preisgünstiger als Tunnelzelte. 

  
Wie oft baust Du Dein Zelt während des Urlaubes auf und ab? Nutzt Du Dein Zelt oft?

Bei einer längeren Rundreise kannst Du bei dem Aufbau Pech mit dem Wetter haben. Hier ist es von Vorteil, wenn Du ein Zelt mit außenliegendem Gestänge wählst. Auch ein schneller und einfacher Aufbau ist wichtig. Teilweise werden Zelte angeboten, bei denen das Gestänge mittels Haken sehr schnell befestigt werden kann. Solltest Du das Zelt bei jedem Wetter nutzen, kann ein großer Vorraum sehr wichtig sein. Hier kannst Du Dich bei schlechtem Wetter aufhalten und auch darin kochen und essen.


Wenn Du dir diese Fragen selbst beantwortest, siehst Du nun mit den folgenden Erklärungen der verschiedenen Konstruktionen und Materialien, welcher Zelt-Typ die meisten Deiner Erfordernisse erfüllt.

Zeltmaterialien
Außenzelt: 

Das Material für das Außenzelt besteht in der Regel aus Polyester- oder Nylongewebe, welches entweder mit Polyurethan-(PU) oder Silikon-(SI) Beschichtung ausgerüstet wird. Bei den sogenannten Leicht- und Ultra-Leichtzelten wird für das Außenzelt ein Nylongewebe in 20D oder 40D verwendet. Das ist etwa halb so stark wie das Polyestermaterial (75D). Das Nylongewebe wird von außen mit SI und von innen mit PU beschichtet. Das relativ dünne Nylongewebe hat eine sehr hohe Weiterreißfestigkeit. Oft wird Nylon mit Ripstop, eine karierte Verstärkung im Gewebe, verwendet. Durch das gute Abperlen und die geringe Abnutzung der Silikonbeschichtung genügt eine geringe Wassersäule von 2000 mm. 


Nachteile von Nylon: höherer Preis, Nachdehnen bei Nässe und raschelnde Geräusche bei Wind.

Polyestergewebe ist weniger reißfest als ein vergleichbares starkes Nylongewebe. Dieser Nachteil wird in der Regel durch die Verwendung von etwas stärkerem Material kompensiert, wodurch sich jedoch das Gewicht etwas erhöht. Stabiles Polyestergewebe ist das ideale Material für strapazierfähige Trekking- und Camping-Zelte. Die Beschichtung  widersteht einer Wassersäule von bis zu 5.000 mm. Die Din-Norm bei Zelten besagt, dass Zelte ab ca. 1300 mm wasserdicht sind.

Nachteile von Polyester: höheres Gewicht.

Der entscheidende Faktor, ob ein Zelt dicht ist, hängt nicht nur von dem Material ab, sondern eher von der Verarbeitungsqualität der Naht. Hier machen moderne Produktionsanlagen mit guten Nähmaschinen und qualifizierten Mitarbeiter den Unterschied. Auf der Rückseite werden die Nähte mit speziellen, heiß aufgebrachten Tapes wasserdicht versiegelt. 

Innenzelte:

Innenzelte bestehen aus atmungsaktiven Materialien, die zusammen mit den Lüftungen für gutes Klima im Zelt sorgen. Zu große Mesh-Flächen sollten vermieden werden, damit es bei Kälte und Wind im Zelt nicht ungemütlich wird. Bei den Robens Innenzelten lassen sich fast alle Meshflächen schließen, sodaß bei kalten Temperaturen nicht zu viel Wärme entweichen kann. Gut ist, wenn Belüftungen von innen zu schließen sind, so muss man bei starkem Wind und Regen nicht nachts raus.


Bodenmaterial:
Beim Bodenmaterial wird auch Nylon oder Polyestergewebe in verschiedenen Stärken verwendet. Durch die hohe Beanspruchung sollte hier auf eine hohe Wassersäule geachtet werden. Bei Polyesterzelten, bei denen das Gewicht nicht an erster Stelle steht, wird bis zu 10.000 mm angeboten. Bei dünnen Böden empfiehlt es sich, eine zusätzliche Unterlegplane mitzunehmen.

Konstruktionen
KUPPELZELT

Bei Kuppelzelten überkreuzen sich mindestens zwei  Gestängebögen über der Mitte des Zeltes. Bei den meisten Modellen wird das Innenzelt zuerst aufgebaut. Erst danach wird das wasserdichte Außenzelt darüber befestigt. 

In warmen Nächten kann dir auch das Innenzelt alleine genügen. Es bietet Dir Schutz vor Stechmücken und Kriechtieren sowie besseren Luftaustausch. Aufgrund des überkreuzten Gestänges steht das Kuppelzelt frei und braucht bei windstillen Nächten wenige zusätzliche Befestigungen. 

Bei vielen Kuppelzelten befindet sich im Dach noch ein drittes Gestänge, das die Eingangsapsiden vergrößert. Hier findest du Platz für Dein Gepäck oder aber Du kannst bei offenem Eingang darin kochen. Viele Modelle haben zwei Eingänge, somit kannst Du bei starkem seitlichem Regen einen von beiden immer benützen und das Zelt besser durchlüften. Es gibt auch Kuppelzelte, deren Innenzelte bereits eingehängt sind und das Gestänge in der Außenhaut eingefädelt wird.

TUNNELZELT

Beim Tunnelzelt wird das Außenzelt immer zuerst aufgebaut. Dabei bleibt das bereits montierte Innenzelt auch bei Regen trocken. Alle Gestängebögen verlaufen parallel zu einander und werden in die Gestängekanäle des Außenzeltes eingefädelt. Das Einfädeln machst Du, während das Zelt auf dem Boden liegt. Dann befestigst Du das Zelt an den beiden äußeren hinteren Eckpunkten, so hast Du keine Probleme bei Wind. Nachdem das Gestänge gespannt ist, ziehst Du das Zelt wie eine Ziehharmonika Bogen für Bogen nach vorne auf und befestigst die beiden vorderen Eckpunkte.  

Das Außenzelt ist meistens sehr tief geschnitten, auch bietet es oft zwei große Lüfter. Beides sind wichtige Eigenschaften bei schlechtem Wetter. Durch die senkrechten Wände des Innenzeltes, bietet es ein angenehmes Raumgefühl und ist ein ideal nutzbarer Raum. 

Bei Tunnelzelten mit drei Bögen, sorgt der dritte Bogen für einen großzügigen Vorraum. Hier ist genügend Platz für viel Gepäck oder auch zum Kochen bei schlechtem Wetter. 

Tunnelzelte bieten zahlreiche Vorteile und sind eine gute Wahl, wenn Du Freude am Outdoor-Leben gefunden hast und Dich etwas ernsthafter mit deiner Ausrüstung beschäftigst. Tunnelzelte sind ideale Begleiter in Schlechtwettergebieten.


GEODÄT

Bei geodätischen Zeltkonstruktionen überkreuzen sich mehrere Gestängebögen mehrmals, wodurch eine hohe Grundstabilität erzeugt wird. Bei sehr starkem Wind, bei hohen Schneelasten oder aber auch bei felsigem Untergrund sind dies deutliche Vorteile gegenüber den anderen Konstruktionen. Es ist eine freistehende Konstruktion, die bei normaler Witterung ohne Leinen auskommt.

Sonstige Konstruktionen

Moderne Formen von Tipis findest Du in den letzten Jahren bei immer mehr Outdoor-Herstellern. Mit nur einem Aufstellstab (oder einem Trekkingstock) stehen diese Zelte windstabil. In den Ecken sind meistens kurze Stangen fest montiert. Diese bringen eine besser nutzbare Fläche im Innenzelt. Oft werden die Modelle aus Nylon-Ripstop gefertigt. Durch ihr kleines Packmaß und Gewicht eignen diese sich gut für Reisen mit dem Rucksack.

Tarps 

Tarps können sehr vielseitig verwendet werden: als Sonnenschutz, als Zeltersatz, wenn man mit minimalem Gewicht unterwegs sein will, oder aber als zusätzlicher, geschützter Bereich als Ergänzung zu einem kleinen Trekkingzelt. Tarps können mit Trekkingstöcken, Ästen oder zwischen Bäumen aufgespannt werden – oder man koppelt sie direkt als Wohnzimmer an das Zelt an. Sie bieten natürlich nicht den Schutz eines Zeltes, keinen Schutz vor Mücken zum Beispiel, aber ein Tarp ist wesentlich besser als nass zu werden, wenn man sich mit der Streckenlänge oder dem Wetter verschätzt haben sollte. Aufgrund seiner Vielseitigkeit und des geringen Gewichts sollte ein Tarp in keiner Ausrüstung fehlen.

FAZIT
Wie Du siehst, gibt es je nach Reiseziel und Fortbewegungsart Zelte die sich besser eignen wie andere. Teilweise musst Du Kompromisse eingehen. Es gibt selten das perfekte Modell für jeden Einsatz. Bei der Suche, welcher Zelt am besten zu Deinen Anforderungen passt, kann Dir eine gute Beratung von unseren Robens Händlern eine Hilfe sein.

Hier kannst Du nach einem Robens Händler in Deiner Nähe suchen.